Leserbrief zum eigenverantwortlichen Handeln von Psychiatrie-Patienten

Zum Beitrag „Schmaler Grat: Rechtliche Aspekte bei Patientensuiziden“ in der Psych. Pflege Heute, Ausgabe 6/2015 haben der Präsident der DFPP, Bruno Hemkendreis, Präsidiumsmitglied André Nienaber und die Expertin aus Erfahrung Elke Prestin einen Leserbrief eingereicht. Sie kritisieren scharf die im Artikel aufgestellte Behauptung, dass Patienten der Psychiatrie grundsätzlich nicht eigenverantwortlich handeln könnten und ihnen ein freier Wille abzusprechen sei.

Auszug aus dem Leserbrief:

"[...] Die Behauptung, dass Patienten der Psychiatrie grundsätzlich nicht eigenverantwortlich handeln könnten und ihnen ein freier Wille abzusprechen sei, ist sachlich falsch und entspricht in keinster Weise dem aktuellen Stand der psychiatrischen Pflege. [...]
Umso bedauerlicher ist es, dass ausgerechnet in einer Fachzeitschrift mit dem Titel „Psych. Pflege Heute“ längst überholte Sichtweisen propagiert werden. Hinzu kommt, dass der Beitrag von Frau Kreutz den Interessen psychisch kranker Menschen schadet. Die zitierten Ausführungen tragen massiv zur Stigmatisierung bei. [...]
Wir brauchen eine Psychiatrie, die kranke Menschen unterstützt und sie dabei in ihrer Freiheit und ihrem Recht auf Selbstbestimmung ernst nimmt. Auch in der Akutpsychiatrie haben alle Patienten als reflektiert und als befähigt zu eigenverantwortlichem Handeln zu gelten.  [..]"

→ zum vollständigen Leserbrief [pdf]

 

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